Kontext

In Luxemburg herrscht für Personen und Familien mit niedrigem Einkommen eine wahrhaftige Krise im Bereich Wohnungswesen. Die Verkaufs- und Mietpreise von Häusern und Wohnungen auf dem Immobilienmarkt steigen stetig und das in allen Regionen des Landes.

Viele Einwohner sind von der Wohnungsproblematik betroffen. Nach unserer Einschätzung sind insbesondere Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Alleinstehende, junge Menschen und Nicht-Luxemburger mit niedrigem Einkommen betroffen.

Diese Problematik kommt bei diesen Personengruppen und Familien oft noch zu anderen sozialen und beruflichen Problemen hinzu, wie Arbeitslosigkeit, mangelnde Ausbildung, mangelnde Sozialkontakte, Verschuldung, Einsamkeit, Probleme mit der Justiz, Gesundheitsprobleme…

Es ist festzustellen, dass diese Personen aus ärmlichen Verhältnissen sich oft in einem Teufelskreis mit vielen facettenreichen Problemen befinden.

Um diese für die Betroffenen oft dramatische Situation zu verbessern, haben mehrere im Bereich Immobilien aktive Sozialakteure Projekte zum erschwinglichen Erwerb von Wohnraum ausgearbeitet.

Mit der Gründung des „Begleit- und Wohnungsdienstes“ schließt das Sozialamt der Nordstad sich diesen Akteuren an, um gemeinsam die soziale Ausgrenzung aufgrund des Wohnungsmangels in den kommenden Jahren zu bekämpfen.

Unser Wohnungsdienst beteiligt sich, gemeinsam mit anderen Diensten in diesem Bereich, aktiv an der Planung und Durchführung von Projekten mit dem Hauptziel, bedürftigen Familien kostengünstige Wohnungen zur Verfügung zu stellen.

Unser Dienst wird großzügig von dem Nationalen Hilfswerk Großherzogin Charlotte unterstützt und hat Kooperationsabkommen mit dem Ministerium für Familie und dem Ministerium für Wohnungswesen unterzeichnet.