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Info-Veranstaltung über die Fusion für die 4 Gemeinderäte der Nordstad

Informationsveranstaltung zum Thema Fusion für die 4 Gemeinderäte der Nordstad

Am 12. Mai 2026 fand in der Al Schoul in Schieren eine gemeinsame Informations- und Austauschveranstaltung für die Mitglieder der Gemeinderäte von Diekirch, Erpeldingen-Sauer, Ettelbrück und Schieren statt. Ziel der Veranstaltung war es, die Gemeinderatsmitglieder kurz vor den anstehenden Délibérations d’intention de fusionner über den aktuellen Stand des Fusionsprozesses zu informieren, zentrale Inhalte des Fusions-Dossiers vorzustellen und Raum für den gemeindeübergreifenden politischen Austausch zu schaffen. 32 Mitglieder der vier Gemeinderäte nahmen das Angebot war.

Nach der Begrüßung durch die Bürgermeister und einer Einführung in den Ablauf der Veranstaltung wurde zunächst ein aktuelles Stimmungsbild der Gemeinderäte eingeholt. Auf die Frage „Wie stehen Sie aktuell zur Fusion der Nordstad-Gemeinden?“ zeigte sich insgesamt ein überwiegend positives Meinungsbild: Knapp die Hälfte der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte bewertete ihre Haltung als gut oder sehr gut, rund ein Drittel nahm eine neutrale Position ein und lediglich eine kleine Minderheit äußerte sich kritisch. Im Anschluss erhielten die Gemeinderatsmitglieder einen Überblick über die bisherige Entwicklung des Fusionsprozesses sowie über die Arbeiten der verschiedenen politischen und administrativen Arbeitsgruppen. Ebenfalls vorgestellt wurden die laufenden Informations- und Beteiligungsmaßnahmen für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Mitarbeitenden der vier Gemeinden.

Den Schwerpunkt des Abends bildete die Präsentation der aktuellen Inhalte des Fusions-Dossiers. Vorgestellt wurden unter anderem die bisherigen Überlegungen zur Identität einer zukünftigen Nordstad-Gemeinde, zur politischen Organisation während der Übergangszeit, zur administrativen Struktur sowie zu den gemeinsamen Werten und Leitprinzipien einer fusionierten Nordstad. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse der Finanzanalyse erläutert und die zusätzlichen finanziellen Handlungsspielräume vorgestellt, die sich durch eine Fusion ergeben könnten.

Ein weiterer Fokus lag auf den geplanten Fusionsprojekten, die im Rahmen einer fusionierten Nordstad umgesetzt werden könnten. Präsentiert wurden unter anderem Ideen für eine Nordstad-Arena, für einen neuen Verwaltungssitz, Pläne für das Konservatorium in Diekirch sowie Überlegungen für ein archäologisches Museum in Schieren sowie die Sanierung und kulturelle Nachnutzung des Schlosses Erpeldingen-Sauer. Die vorgestellten Vorhaben verdeutlichten das Ziel, die Nordstad langfristig als attraktiven Wohn-, Arbeits- und Lebensraum weiterzuentwickeln.

Im Anschluss an die Präsentationen hatten die Gemeinderatsmitglieder die Möglichkeit, direkt mit den vier Bürgermeistern in den Austausch zu treten. In einer moderierten Diskussion wurden Fragen gestellt, Rückmeldungen gegeben und unterschiedliche Perspektiven auf den weiteren Verlauf des Fusionsprozesses eingebracht.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Gemeinderäte gebeten, ihre Einschätzungen zum Informationsabend sowie ihre Prioritäten für die nächsten Prozessschritte mitzuteilen. Besonders häufig genannt wurden Fragen zu den finanziellen Rahmenbedingungen einer Fusion, zur Bürgerinformation und Kommunikation, zu Grundstücks- und Infrastrukturfragen sowie zu den Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden einer zukünftigen Nordstad-Gemeinde. Die Rückmeldungen machten deutlich, dass ein kontinuierlicher Informations- und Dialogprozess auch in den kommenden Phasen des Projekts als wichtig erachtet wird.

Die Informations- und Austauschveranstaltung stellte damit einen wichtigen Meilenstein in der politischen Begleitung des Nordstad-Fusionsprozesses dar. Sie bot den Gemeinderäten die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand der Arbeiten zu informieren, offene Fragen anzusprechen und sich gemeindeübergreifend über Chancen und Herausforderungen einer möglichen Fusion auszutauschen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die weitere Ausarbeitung des Projekts weiterhin einen engen Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Mitarbeitenden und Bevölkerung erfordert. Die Veranstaltung unterstrich den gemeinsamen Anspruch der vier Gemeinden, den Prozess transparent zu gestalten und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig und kontinuierlich einzubinden.

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